Flutkatastrophe: Versicherungen versprechen unbürokratische Hilfe
Für die hinterbliebenen von deutschen Opfern der Flutkatastrophe in Asien versprechen die Versicherungen eine schnelle und unbürokratische Hilfe. So sollen Lebensversicherungen bereits bei Vorlage gesicherter Angaben deutscher Polizeistellen über das Schicksal der Verunglückten ausgezahlt werden. Auf eine sonst übliche gesetzliche Wartefrist soll hier verzichtet werden.
Der Branchenverband GDV empfiehlt, dass sich Betroffene direkt mit der zuständigen Versicherung in Verbindung setzen. Die erforderlichen Bescheinigungen können das Bundeskriminalamt, die Landeskriminalämter oder die örtliche Polizei ausstellen. Auch Banken zeigen sich kooperativ: Benötigen Angehörige von Verschollenen deren Vermögen zur Bestreitung ihres Lebensunterhaltes, so sollen sie darauf auch bei Fehlen einer Kontovollmacht zugreifen können.
Schlechter ergeht es dagegen den Betroffenen vor Ort: Nur ein Bruchteil der entstandenen Schäden war überhaupt versichert. So meldet die Hannover Rück, dass ihre Verluste durch die Katastrophe lediglich einen geringen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag ausmache. Allein der letzte Hurricane in Amerika wird von der Versicherung dagegen auf rund 70 Millionen Euro beziffert. Auch andere Versicherungen melden, angesichts des Ausmasses der Katastrophe, vergleichsweise geringe Verluste.